3. Ein Freund (Schiller und Glantz)

Schiller:  Ein guter Freund,
Glantz:Ein guter Freund,
Schiller:Du bist mein Freund,
Glantz:Du bist mein Freund.
Schiller:Wir sind zwei Freunde,
Glantz:Voll und ganz,
beide:Eben Schiller und Glantz
  
Schiller:Ein guter Freund,
Glantz:Ein echter Freund,
Schiller:Was ist ein guter Freund?
Glantz:Was ist...
Schiller:Ein treuer Freund?
beide:Das ist ein Mensch,
Mit dem man lacht
Glantz:Und Träume träumt.
  
Strophe
Schiller:Wen rufst du, wenn’s brennt, als ersten an
In äußerst delikaten Sachen?
beide:Wer hat dein Vertrauen?
Glantz:Mit wem kannst du unbeschwert
Auch über völlig blöde Witze lachen?
beide:Sind es unsre Frauen?
Beide:Ha!
  
Schiller:Du bist mein Freund,
Glantz:Zu jeder Zeit.
Schiller:Wir kenn´ uns seit
Glantz:´ner Ewigkeit;
Schiller:Ein solcher Fall
Glantz:Bleibt ungelöst,
beide:Denn er ist wetterfest.
  
Schiller:Denn, was im Geschäft
Kräfte neu entfaltet,
Glantz:Doch einen Freund
Eher von dir spaltet:
beide:In der Tendenz
Heißt dies Gift:
„Konkurrenz“.
  
Strophe
Glantz:Schon in früh’ster Jugend konnten wir
Uns beide Hundert Pro ergänzen.
Schiller:Wir war‘n unterschiedlich.
Glantz:Während du gern schillern wolltest,
Schiller:Warst du stets der Beste, wolltest glänzen!
beide:Ach, was war’n wir niedlich!
  
beide:Klar, Freundschaft besteht
Und das ist ihr Geheimnis,
Denn nimmt sie Partei
Glantz :(gesprochen) bleibt das trotzdem
beide:Von Eifersucht frei.
  
Schiller:Ein guter Freund,
Glantz:Ein guter Freund,
Schiller:Du bist mein Freund,
Glantz:Ein echter Freund.
Schiller:So wie zwei Männer,
Glantz:Du und ich,
beide:Eine Sache für sich.